Migräne und Kopfschmerzen – was natürlich hilft

Was sind Kopfschmerzen und Migräne?

Ob pochend, stechend, bohrend, klopfend, ziehend, dröhnend; jeder nimmt Schmerzen anders wahr und dadurch ist ein Schmerz eben schwer vergleichbar. Bei manchen überzieht der Kopfschmerz die Stirn oder die Schädeldecke und tritt eher selten auf, bei anderen wiederum regelmäßig und dafür einseitig an den Schläfen. Auslöser sind je nach Krankheitsbild oder selten auftretendem Gelegenheitsschmerz verschieden wie die Wahrnehmung dessen.
Es gibt aber Menschen, die überdurchschnittlich oft an Kopfschmerzen leiden, als andere und an einer sogenannte „diagnostizierten Migräne“ leiden.
Zugegeben, da ich einer von diesen Menschen bin, seit dem Kindesalter schon, fühle ich mich prädestiniert, einen solchen Artikel zu schreiben.

Als Kind schon wurde mir erklärt, woran ich leide. Bildlich dargestellt in Form einer Feinstrumpfhose zeigte man mir, dass sich die Blutgefäße in meinem Kopf verengen und dadurch weniger Sauerstoff transportiert werden würde.
Grundsätzlich sprechen wir also von einer Gefäßverengung und Sauerstoffmangel.
In manchen Fällen, wie auch meinem, bleibt es bei einem Kopfschmerz jedoch nicht.
Als Kind litt ich massiv unter einer sogenannten „Migräne mit Aura“. Das bedeutet, dass zusätzlich zum Kopfschmerz Erbrechen, Sehstörungen, akustische Überreizung und Schwindel hinzukamen. Das hat sich mit den Jahren glücklicherweise zum größten Teil gelegt.
Zu erwähnen sei, dass es bei einer fortgeschrittenen Gefäßverengung zu einer Gefäßausstülpung kommen kann. Jene Gefäßausstülpungen dünnen aus wie ein alter nicht mehr allzu flexibler Luftballon, was im schlimmsten Fall einen Zerebralen Insult, Gehirnschlag, Hirnblutung oder Schlaganfall zur Folge haben kann.
Ob Migräne genetisch bedingt ist, kann ich nicht beurteilen.

Ursachen? Wie entstehen sie?

Gleich, welcher Art von Kopfschmerz Sie erleiden, es hängt immer mit ihrer Lebensweise zusammen – ob es Schlafmangel und die Konsumation von übermäßig viel Alkohol am Vorabend ist, der dauerhafte tägliche Konsum von gesüßten Emulsionen oder eine von Grund auf gestresste Persönlichkeit. Alles hängt miteinander zusammen.

Hier eine Liste von häufigen ursächlichen Faktoren:

1) Flüssigkeitsmangel

Der Mensch besteht bekanntlich zu einem Großteil aus Wasser. Nicht aus Milch, Kaffee oder Saft.
Daher ist häufig die Aufnahme „Falscher Flüssigkeiten“ wie beispielsweise Kakao, Milchkaffee und Nektare Auslöser für einen Flüssigkeitsmangel, obgleich man den Eindruck hat, viel getrunken zu haben.
Zu geringer Wasserkonsum also bedingt Kopfschmerzen.

2) Zucker, Salz und Fett

Eine ungesunde Ernährung hat kurz- oder langfristig immer Auswirkungen auf den Organismus. Meist keine positiven.
Menschen, die eher zu Kopfschmerzen neigen, sollten hierauf besonders achten.
Zucker ist ein Vitamin-Killer und übermäßiger Verzehr von Salz hat ähnliche Störungswirkung auf den Organismus besonderes auf das Blutbild und schädigt langfristig Entgiftungsorgane.
Fette sind wichtig für den Körper, aber eben pflanzliche, mehrfach ungesättigte Fette, wie Olivenöl, Nussöl, Kernöl et cetera.
Gesättigte oder gehärtete Fette lagern sich in Blutgefäßen ab. Zum Beispiel werden Palm- und Kokosfett bei höheren Temperaturen flüssig und schmelzen wie in einem berühmten Slogan eines Schokoladenprodukts im Mund, dort aber, wo die Körpertemperatur geringer ist, als der Schmelzpunkt, lagert sich das Fett gerne an, wie in den Beinen bei trägen Menschen.

3) Luft und Bewegung

Allgemeine Trägheit, auch aufgrund schlechter Ernährung, mangelnde Bewegung und schlechte Luft (auch Abgase) sind ebenso markante Faktoren, die Kopfschmerzen/Migräne begünstigen.
Dort, wo das mit Sauerstoff angereicherte Blut gut zirkulieren kann, treten Schmerzen seltener auf.

4) Wetter

Die Wetterfühligkeit ist allgemein hin bekannt. Es gibt zum Beispiel Menschen, die spüren ihre Narben und alte Verletzungen bei Gewitter deutlicher, als bei mildem Klima.
Migräne-Patienten spüren mit aufziehenden Tiefdruckgebieten gleichzeitig auch die Spannungen im Schädel. Daran kann man wohl kaum etwas ändern.

5) WLAN und Co.

Was Migräne und Kopfschmerzen begünstigen kann, aber nicht die Hauptauslöser sind, ist gewiss auch Elektrosmog. Permanente Bestrahlung durch Mikrowellen, WLAN und elektrostatische Felder stören langfristig massiv den menschlichen Organismus.

Was hilft dagegen? Prävention!

Bei Wetterfühligkeit kann man natürlich recht wenig tun.
Grundsätzlich ist aber eine gesunde Lebensweise immer von Vorteil.
Im Speziellen bedeutet das: Immer ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Die Farbe des Urins kann hier ein guter Indikator sein. Hat er eine Farbe, wird zu wenig Flüssigkeit aufgenommen. Zwei bis drei Liter wässrige Flüssigkeit sind bei einem erwachsenen Menschen zu empfehlen, ungefähr 7 bis 10 Gläser. Lieber etwas mehr als zu wenig. Das hebt zu dem das Gemüt, hält gesund, macht dünnes Blut und trägt zur Reinigung des Organismus‘ bei.
Auf eine umfassende Vitamin- und Mineralstoffzufuhr achten. Besonders Vitamin C und Eisen sind bei Kopfschmerz affinen Menschen zu empfehlen.

Wenig oder kein Zucker. Lieber Alternativen suchen, wie Süßstoffe, zuckerfreies Gebäck, LowSugar-Proteinriegel, Xylit und Erythrit.
Wenn möglich, Elektrosmog im eigenen Umfeld verringern, Handy zum Beispiel mit Headset nutzen.
Wechselwarme Duschen statt heißes Baden fördert die Durchblutung.
Knoblauchöl (kommt in Zwiebel auch vor) löst Fett auf. Stark verdünnte Zitrussäfte, wie Süßlimonensaft, lösen die nicht gewollte Auskleidung von Fett in den Gefäßen auf und sind zudem Vitamingeber.

Regelmäßig und ausgiebig lüften und Spaziergänge an der frischen Luft bzw. sportliche Betätigungen. Nicht allzu langes Schlafen. Lieber beim ersten Wachwerden aufstehen, als den Körper in die Ruhe zu zwingen.

5 akute Maßnahmen bei einer Kopfschmerzattacke oder Migräneanfall:

1) Ein feuchtes Tuch auf den Kopf und Stirn legen bzw. tragen

Manchmal, wenn die Kopfschmerzen gerade im Vormarsch sind, sich quasi ankündigen und nicht ihre volle Beeinträchtigungen erreicht haben, ist es ratsam, sofort mit Gegenmaßnahmen zu beginnen.
Zum Beispiel ein Geschirrtuch in kaltes Wasser tauchen, leicht auswringen, damit es nicht klatschnass ist, über den Kopf legen und am Hinterkopf ähnlich einem Kopftuch mit einem Haargummi oder einem Band zusammenbinden. Regelmäßig wenden, in etwa alle zehn Minuten.
Wer einen Kühlschrank besitzt, kann ein weiteres Tuch in einer Schüssel mit kalten Wasser dort vorbereiten.

Ich erachte diese Methode als äußerst effizient und wohltuend. Vor Jahren hatte ich immer Kühlpads und Kühlakkus aus Gel im Tiefkühlschrank. Doch diese kühlen nur einen kleinen Bereich und halten nicht von alleine am Kopf.
Das Tuch hingegen kühlt gleichzeitig Kopf, Schläfen und Stirn, ohne dabei zu verrutschen.

Die allseits gegebene Kühlung schafft Linderung, zumal die empfundene Erhitzung gemindert wird.

2) Minzöl und Eukalyptus-Balsam

Die Stirn, Schläfen, Nasennebenhöhlen oder auch das Gesicht mit Minzöl oder einem Erkältungsbalsam einreiben. Prozedur wiederholen.
Jene Anwendung bewirkt Kühlung, ist krampflösend und fördert zugleich die Durchblutung.
Die Produkte werden sowohl über die Haut als auch über die Atemwege aufgenommen, was eine Abschwächung begünstigt.

3) Viel Trinken.

Viel Wasser und Vitamine trinken, beispielsweise durch Konsumation von Brausetabletten mit Eisen und Vitamin C.
Macht das Blut dünner und versorgt den Körper und begünstigt die Sauerstoffsättigung im Blut.

4) Zähne putzen und Haare waschen

Beide scheinen erst einmal unkonventionelle Methoden zu sein. Dennoch helfen sie mir persönlich, ein frisches Gefühl im gesamten Kopf zu erhalten. Zahnpasta enthält oft Minze, Menthol Eukalyptus oder andere Auszüge, die ein frisches Gefühl verleihen und die Durchblutung anregen.
Das kurze Haarewaschen mit kaltem bis mildem Wasser sorgt für eine Entspannung der Haarwurzeln, da diese weicher werden und fördert ebenfalls die Durchblutung.

5) Ruhe und Kopf hochlegen

Da ich pharmazeutische Behandlungen in Form von Tabletten und Schmerzblocker-Pillen gänzlich ablehne, gibt es natürlich den Punkt, da bleibt einem nichts anderes übrig, als alle Aktivitäten einzustellen und sich hinzulegen. Hierzu empfehle ich aus eigener Erfahrung, den Kopf dabei möglichst hochzulegen, indem man mehrere Kissen oder eine Decke als Kopfstütze verwendet.
Das fördert eine bessere Durchblutung für den Schmerzherd Kopf und es wird so verhindert, dass das Blut zu stark im Kopf pulsiert und der Schmerz fortdauert.

Weitere Tipps:

Kalter Kaffee, Milch und Joghurt, Heißes Fußbad während man Eisbeutel auf den Nacken legt.
Spaziergang an frischer Luft.

Was bei mir beispielsweise nie gewirkt hat, waren Akupressur während des Kopfschmerzes oder das in gegensätzliche Richtung Massieren der Schläfen, Sport und starke Bewegung, Physiotherapie.

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3 thoughts on “Migräne und Kopfschmerzen – was natürlich hilft

  • Sabina

    Alles hervorragende Ratschläge, ich bin immer dankbar solche zu erhalten

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  • Friedrich Hofer

    hy laut Internetseite Bewusst-Vegan-Froh helfen 12 Mandelkerne bei Kopfschmerzen
    einfach ausprobieren 🙂 lg

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    • Sabine Landon

      Ganz toller Tipp! Vielleicht liegt das an der Blausäure, die in Mandeln ist. Das werde ich ausprobieren, sobald der Schädel das nächste Mal hämmert. Ich muss aber sagen, dass ich zu meinem Glück, seitdem ich keinen Zucker mehr konsumiere, noch keinen Migräneanfall hatte. Es bleibt abzuwarten. Lieben Gruß und danke Dir @hoferfriedrich

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