Ein Leben in und mit der Natur

Das Eden Projekt ist ein Umweltprojekt, welches sich zum Ziel gesetzt hat, Natur zu schützen, zu pflegen und gesund zu vermehren. Das Eden Projekt schafft Lebensräume, um autark, friedlich und harmonisch zu leben. Dabei stehen Liebe, Respekt und Demut dem Leben, also Flora, Fauna und dem Menschen, gegenüber im Zentrum. Dem Ideal oder der Vorstellung des Garten Eden nachempfunden, ist das Projekt eine Lebenseinstellung und fördert eine gesunde, ökologisch und gottverbundene Lebensart. Jedes Handeln, jedes einfache Tun sollte dem nachhaltigen, bewussten und sinnvollen Umgang mit unserer Umwelt, Mensch-Natur-Tier, gerecht werden, denn wir haben nur diese eine Erde, dieses eine Leben in dieser Form.

Entstanden aus dem Wunsch zurückzukehren, woher der Mensch kommt. Raus aus der Verstädterung und back to the roots. Der Hauptsitz des Eden Projekts befindet sich auf einer Waldlichtung in den Höhen Österreichs. Das Projekt konnte schon mehrere Waldstücke in Austria und Ungarn erwerben, um so den Bestand natürlichen Bewuchses zu schützen. Es geht um die Zukunft unserer Kinder, es ist unsere Pflicht, die Natur zu bewahren und das Geschenk des Lebens zu achten. In Dankbarkeit! 

 ALLE Bilder unterliegen dem Eigentum von ©mycore intercourt ass. inc!

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Bäume pflanzen

 

Ich hörte einmal jemanden sagen, ein Mensch solle im Laufe seines Lebens einen Baum pro Jahr pflanzen. Seit Beginn des Eden Projekts vor 4,5 Jahren wurden auf dem Areal 455 Bäume gepflanzt. Darunter Obstbäume, Beerensträucher, Tujen, Zypressen, Rebstöcke, Fliederbüsche. Desweiteren wurde ca. 250 Nadelbäume, Fichten und Douglasien gesät und wachsen nun im 3. Jahr. Auch 10 Mammutbäume haben es geschafft.

Pflanzt Bäume und Sträucher, auch wenn Ihr deren Hochzeit nie erlebt. Es lohnt sich.

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Wie autark können wir sein?

Zu Beginn des Projektes oder eigentlich noch bevor es richtig begann, war ich so naiv und dachte, ich müsste und könnte alles alleine machen. So wollte ich zum Beispiel unbedingt Flachs anbauen (ja, klar, ich würde selbst Leinen herstellen, Stoffe weben und Kleidung nähen), wollte unbedingt Labkraut (zur Käseherstellung, Cheddar) aussäen und natürlich Seifenkraut für die Wäsche im Garten haben.

Ich sammelte Samen, schaute Lehrvideos zu Themen wie Garten, Anbau, Obstbaumbeschnitt, Selbstversorgung, Kompostieren, Anpflanzen, Geräte und Werkzeuge, Permakultur, Tierzucht und Nutztiere, Seifenherstellung, Naturkosmetika u.u.u. Ich kaufte Unmengen von Lektüren zur Pflanz- und Insektenbestimmung, Aussaatkalender, Anbau, Ernte, Vermehrung, Obst, Gemüse, Beeren….

Ich fing an, mich mental auf ein Leben ohne Außenwelt einzustellen. Ja, wie naiv. An dieser Stelle kann ich ein Kopfschütteln nur nachvollziehen.

Schnell stellte ich fest, dass wir das alles unmöglich binnen kurzer Zeit oder überhaupt gänzlich alles allein bewerkstelligen würden und könnten.

Noch heute bin ich der Ansicht, dass es machbar ist. Nur eben nicht allein. Entweder die Familie ist groß genug oder eine Gemeinschaft hat die gleichen Vorstellungen vom Leben und deren Mitglieder sind stark miteinander verbunden und lassen sich nicht im Stich.

Die wunderschön bebilderter Bücher zu den verschiedensten Selbstversorgergärten habe ich noch immer, doch nachdem mir bewusst wurde, dass fast alle Anwesen in wesentlich flacheren Regionen beheimatet sind als das Eden-Projekt, blieben sie eben nurmehr eine dünne Grundlage für theoretisches Wissen.

Denn das Erste, was ich gelernt habe, war: Dein Garten ist wie kein anderer! Denn Höhe, Wetter, Klima, Luft, Böden, persönliche Vorlieben und Vorstellungen lassen sich erst im Laufe der Jahre und mit den Erfahrungen, die Du mit und an dem Ort gewinnst, erkennen. Genau da und nur da, wo er eben ist. Das, was ich hier erkannt habe, muss nicht für ein anderes Projekt gelten, auch dann, wenn es die gleichen Menschen mit ihrer spezifischen Erfahrung betreuen.

Dennoch gibt es überliefertes Wissen, auf welches ich nicht verzichtet haben will und Austausch mit Gleichgesinnten, welches ich noch heute sehr schätze.

Doch warum unbedingt autark?

Um nicht abhängig zu sein. Ein Selbstwertgefühl zu gelangen, welches mich als Teil in und nicht nur an der Natur versteht. Ein Bewusstsein zu entwickeln für das, was wesentlich ist, im Leben – für mich.

Und dazu gehört eben auch, den Dingen ihre Zeit zu geben. Qualität vor Quantität. Schritt für Schritt diesem Ziel näher zu kommen und dabei nicht alles auf einmal zu wollen. Und Umdenken. Doch das kommt bei dieser Lebensweise fast von ganz allein. Denn wer sich für dieses Weg entscheidet, hat schon entschieden.

Ich meine, die Herausforderung im Umdenken besteht nicht allein in der Änderung des Konsumverhalten, sondern in der Erkenntnis und dem Entgegenwirken der Verkultivierung des Menschen. Denn erst wenn die Menschen bereit sind, sich von ihren vermeintlichen Notwendigkeiten zu lösen, ihrem Luxus als Mindeststandard, werden sie wieder ihr Glück in der Einfachheit finden. Die größte Herausforderung ist somit der Mut zum Verzicht. Und genau da beginnt Freiheit: Beim Verzicht.

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Unser Eden-Projekt hat schon viel erlebt.

Viele Veränderungen, viel Entwicklung, viel Nachwuchs und auch einige Verluste. Ähnlich wie auf diesem Bild ist auch die Erinnerung an diese äußerst lieben und zutraulichen Zwergziegen in kaum sichtbare Ferne gerückt. Mich schmerzt es immer, wenn ein Tier von uns geht. Sei es der Greifvogel, der ein Huhn holt, ein Fuchs, der eine Ente/eine Gans zerfleischt, das Schicksal, das durch eine Giftpflanze zuschlägt oder auch ‚mal ein betrunkener Jäger, der einen Schafbock erschießt. Aufgeben kommt deshalb nicht in Frage. Bete und arbeite.

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4 thoughts on “Ein Leben in und mit der Natur

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